Stationen des Brennens
1. Rohstoffe Kartoffeln oder Getreide werden entweder durch Dämpfen oder Mahlen zerkleinert. Es entsteht ein Brei, die sog. Maische. 2. Der Maische werden im Vormaischbottich Enzyme zugesetzt. Diese Enzyme bewirken eine Umwandlung der Stärke in Zucker. Dieser sog. süßen Maische wird anschließend Hefe zugegeben. 3. Im Gärtank wandelt sich der Zucker durch die Einwirkung von Hefe in Alkohol und Kohlensäure um. 4. Die vergorene Maische wird in der Rohbrandkolonne (auch Maischedestillier- apparat genannt) zum Sieden gebracht. Der in Form von Dampf entweichende Alkohol wird am oberen Ende der Kolonne aufgefangen und durch Abkühlen wieder verflüssigt. Mit dieser ersten Destillation wird nicht trinkbarer Roh- alkohol (86 %-ig) gewonnen. 5. Die in der Rohbrandkolonne zurückbleibenden Rückstände (sog. Schlempe) werden z.T. als eiweißreiches Futtermittel an betriebseigenes Vieh verfüttert. Der organische Dünger des Viehs wird auf den Feldern ausgebracht (sog. Schlempe-Dünger-Kreislaufwirtschaft). Die Schlempe kann aber auch direkt als Dünger auf die Felder zur Erzeugung der Rohstoffe für die Brennerei ausge- bracht werden. Eine weitere Verwertungsmöglichkeit besteht in einer Biogasan- lage zur Energiegewinnung in Form von Biogas. 6. Der Rohalkohol wird zur weiteren Reinigung und Verwertung an die Bundes- monopolverwaltung (BfB) geliefert. Diese reinigt den von den Brennereien übernommenen Rohalkohol zu neutralem, entwässertem und extra fein filtriertem Alkohol.
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